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Das Fest der Hl. Drei Könige und das Brauchtum der „Feve“. Der Festtag Epiphanias, in Deutschland das Dreikönigsfest genannt, wird immer am 6. Januar in Erinnerung an die drei biblischen Weisen aus dem Morgenland begangen, denen der Weg zur Krippe des Christkinds von einem Stern gewiesen worden war. Im Stall zu Bethlehem hatten Kaspar, Melchior und Balthasar ihre Gaben: Weihrauch, Myrrhe und Gold, dem neugeborenen Heiland dargebracht.
Zur Bedeutung von „Fève“. Das Wort wird „fäw“ ausgesprochen. Der Brauch geht vermutlich bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der bekannten französischen Märchenfigur „Peau d´Ane“, zu deutsch „Eselshaut“, soll ein Ring abhanden gekommen und in einen Kuchen geraten sein. Die Volksseele hat daraus die Sitte gemacht, den Dreikönigskuchen in verständlicher Ermangelung kostbarer Ringe mit etwas ganz Einfachem, nämlich einer trockenharten Dicken Bohne, französisch „Fève“, zu spicken. Erst in neuerer Zeit, nachdem auch die Kuchenrezepte sich verfeinert hatten, wurde diese gewöhnliche Bohne in etwas Wertvolleres umgewandelt, in etwas Besonderes, Aufhebenswertes. Das Bedürfnis nach Abwechslung, nach Vielfalt mündete schließlich in die Herstellung mannigfaltigster Kunstfigürchen, die zwar weder stofflich noch der Form nach mehr etwas mit Saubohnen gemein haben, jedoch bis zum heutigen Tage mit dem Wort „Fève“ bezeichnet werden. Mittlerweile sind sie für den „Fabophilen“- abgeleitet von lat. Fabo = frz. fève – also für den Liebhaber dieser Dicken Bohnen, zum begehrten Sammelobjekt geworden. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der französische Dreikönigskuchen.
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